Bericht über die Hengstleistungsprüfung 2016 in Redefin

Fünf Friesenhengste kamen Anfang September ins Landgestüt Redefin, um an der Hengstleitungsprüfung, die unter der Regie des Friesenpferde-Zuchtverbandes e.V. (FPZV) stattfand, teilzunehmen.

Nach der Anlieferung erfolgte eine Untersuchung durch den Tierarzt und die Feststellung der Identität, danach wurde jeder Hengst von seinem Ausbilder in der großen Halle des Gestüts vorgeritten. Hierbei war sehr interessant zu beobachten, wie unterschiedlich sich die einzelnen Hengste in der neuen Umgebung präsentierten.

Im Anschluss daran wurden die Hengste in die Obhut von Herrn Volkmann und seinem Team übergeben. Diese waren nun für die folgenden 50 Tage für die Reit- und Fahrausbildung der Hengste verantwortlich, deweiteren wurden die Hengste in dieser Zeit auch bzgl. ihrer Charaktereigenschaften beurteilt.

Am 25.10. fand die Abschlussprüfung statt, zu der nicht nur die ganzen Hengsthalter, sondern auch einige interessierte Zuschauer angereist sind.

Zuerst wurden die Hengste in einer Dressuraufgabe in der Halle vorgeritten. Die Richter Bento Körner und Kurt Schröder vergaben Einzelnoten für die Grundgangarten und die Rittigkeit. Danach war der Fremdreiter Andreas Brand an der Reihe, er vergab ebenfalls seine Noten.

Nach einer Mittagspause durften die Hengste ihr Können im Gelände unter Beweis stellen.

Hierzu gibt es vor der Kulisse des Landgestütes im Innenhof ein Geländeparcours mit 6 Sprüngen und einem Wasserdurchritt. Bei strahlendem Sonnenschein galoppierten die Friesen ihre Runde vor den weißen Gebäuden und meisterten in schöner Manier die Natursprünge und den Wasserdurchritt.

Alle Hengste haben für die Geländeeignung hohe Noten erhalten, sogar eine 9,5 war dabei.

Am zweiten Prüfungstag, dem 26.10., war das Fahren dran. Als Richter waren Renate Schröder und Bento Körnen am Fahrplatz, die Hengste bekamen wiederum Noten für die Grundgangarten- beim Fahren nur Schritt und Trab- und für die Fahreignung. Die Hengste mussten sich sowohl in einer Dressuraufgabe als auch einem Hindernisparcours präsentieren. Danach kam noch Siegfried Finck an die Leinen, der als Fremdfahrer die Hengste nochmals in ihren Eigenschaften beurteilte und Noten vergab.

Nachdem alle Hengste ihre Prüfung abgelegt hatten und die Ergebnisse feststanden, wurde die Noten bekannt gegeben.

Alle Hengste haben die Prüfung erfolgreich bestanden.

Bester Hengst des Friesenpferde Zuchtverbandes war "Janus von der Kornsmühle", Züchter und Besitzer Heike Schneider, mit einer Endnote von 7,96.

"Hektor vom Urfftal", Züchter und Besitzer Sylvia Schädlich, schnitt mit der Note 7,51 ab.

Der dritte Hengste des FPZV "Dexter", ein Hengst aus Schweden, aus der Zucht von Erik Arvidsson und im Besitz von Conny Johansson erhielt eine 7,38.


Die weiteren Hengste und Einzelnoten finden Sie in der Ergebnisauflistung.


Elke Zanon, Zuchtverbandsbeauftragte


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