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Ein immer noch aktuelles Thema
Pferdeimpfung Ein wenig Aufklärung aus Tierarzt-Sicht |
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Pferde werden bei uns in Deutschland gegen Tetanus (Bakterien), Influenza (Viren), Herpes (Viren) und vereinzelt (abhängig von der örtlichen Seuchenlage) gegen Tollwutvirus geimpft. - Vom Typ 2 wurden mehrere unterschiedliche Stämme isoliert, der erste 1963 in Miami. Die stärkeren Krankheitsbilder und die heftigeren Krankheitsverläufe werden vom Typ 2 verursacht. Dieses Virus ist die Ursache von richtigen Seuchenzügen mit Fieber bis 42°C, Lungenentzündung mit nachfolgender Dämpfigkeit, auch Todesfälle können auftreten.Auch durch die heute starke Mobilität der Pferdepopulationen werden solche Seuchenzüge begünstigt. Da sich das Virus vom Typ 2 im Verlauf der Jahre immer wieder verändert hat, ist auch immer wieder eine Anpassung des Impfstoffes an das Feldvirus erforderlich. Die Impfstoffhersteller sind daher bemüht, ihre Produkte den neuesten Serotypen anzupassen. Durch Verwendung alter und damit nicht mehr aktueller Stämme kommt es sehr leicht zu einem unzureichenden Impfschutz, obwohl die Pferde eigentlich geimpft sind. Solche Pferde können auf Grund der Krankheitssymptome nicht mehr immer eindeutig als „influenzaerkrankt“ identifiziert und entsprechend behandelt werden. Daher ist eine laufende Aktualisierung der Impfstoffe mindestens genauso wichtig wie eine regelmäßige Impfung.
Herpes: auch hier sind verschiedene Typen bekannt. Die wichtigsten sind EHV (Equines Herpes Virus) 1 und EHV 4. Beide Viren rufen vergleichbare Krankheitsbilder hervor:
Die Impfung bewirkt eine Reduzierung der Krankheitssymptome und vor allem eine Reduzierung der Virusausscheidung. Voraussetzung für einen Erfolg ist hier aber eine sogenannte Bestandsimpfung, das heißt, der gesamte Bestand muss geimpft sein, um das Virus zu unterdrücken! Die Infektion selbst kann momentan durch keine Impfung verhindert werden.
Tollwut: Diese Erkrankung spielt mittlerweile auf Grund der durchgeführten Bekämpfungsmaßnahmen keine so große Rolle mehr, da Deutschland frei ist von der Fuchstollwut. Pferde, die in Tollwut gefährdete Gebiete verbracht werden, sollten geimpft sein. Da aber hier keine Grundimmunisierung erforderlich ist, kann notfalls kurzfristig ein Impfschutz aufgebaut werden.
Dr. G. Oeppert nach Vorlagen von Prof. Dr. Dr. Peter Thein
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