News in Kürze


in memoriam:
Sietze RV


30. Juli 2010:

Am 27. Juli musste in den USA der hochverdiente FPZV-Hengst Sietze RV eingeschläfert werden. Ein schweres Augenleiden und eine OP-bedingte hochgradige Lahmheit ließen den Besitzern Dr. Anna Hopla und Jeannie Patton keine andere Wahl.

Sietze RV gewann seine Hengstleistungsprüfung (100-Tage-Test) und war der erste und zu seiner Zeit einzige Friesenhengst, der für sein Temperament die Note 10 bekam. 1999 ging er als bestbewerteter, je importierter Friesenhengst in die USA und wurde dort u.a. von J.T. Burnley dressurmäßig ausgebildet. 2007 errang er beim IFSHA Grand National den Vizetitel, 2009 wurde er Sieger der Weltausstellung. Als 13-Jährigen ernannte der FPZV Sietze RV 2009 zum Prämienhengst auf Lebenszeit.

„Er gewährte mir einen Blick in den Himmel“, so sein Ausbilder in seinem Nachruf. „Tausende, die ihn bei seinen Vorstellungen sahen, und die vielen Menschen, die ihn im Stall besuchten, hat er verzaubert. Er war das Tor zum Großen Trab, er war der Meilenstein der Versammlung, er konnte Bände sprechen ohne Worte …“

Zur Erinnerung an diesen außergewöhnlichen Hengst wurde ein „Sietze-Memorial-Preis“ ausgeschrieben, der dem siegreichen Dressurpferd bei der Weltausstellung des IFSHA (internationaler Friesenpferde-Sportverband) verliehen werden soll.