Friesen auf der
Messe Wels

Bereits zum sechsten Mal in Folge war der FPZV auf der Pferdemesse in Wels vertreten


Mit neuem Messestand, einer Kutsche, den beiden Deckhengsten Wybke und Wubbe oet Scharmer sowie der Modelstute Annuschka samt drei Wochen altem Fohlen Henry im Gepäck fuhr Familie Steinbauer mit ihrer Crew am 12. Mai in die Messestadt Wels zu einer der größten Pferdemessen in Oberösterreich, die vom 13. bis 16. Mai stattfand. Gabi Steinbauer berichtet:

"Nach dreistündiger Fahrt sind wir gut auf dem Messegelände angekommen, wo man uns natürlich schon kennt, sodass wir freie Fahrt bis zur Halle 4 hatten. Nachdem unsere Friesen in den Boxen gut untergebracht und der Messestand aufgebaut waren, durfte sich Klein-Henry noch die Füße vertreten – die Messe am anderen Tag konnte kommen!

Zwei Auftritte pro Tag sollten unsere Jungs bewältigen, einmal geritten und gefahren und dann noch unseren berühmten Freilauf im Krone-Ring. Aber wie so oft, kommt es erstens anders als man zweitens denkt ...

Am Mittag des ersten Messetages kam plötzlich die Messeleitung auf uns zu und bat uns, mit unserem Schaubild in der Gala-Show einzuspringen, da jemand ausgefallen war. Die Gala-Show – wo nur hochkarätige Profis ihr Können zeigen! Und dann die Frage ausgerechnet an uns, die Ausländer! Natürlich haben wir uns nach dem ersten Schreck doch sehr gefreut und spontan zugesagt.

Um 17:00 Uhr war die Generalprobe in einer riesigen Showhalle mit Lichterspots und allem Drumherum, was eine große Abendveranstaltung bietet. Nach gelungener Generalprobe waren wir zuversichtlich, dass unsere Jungs diesem Stress gewachsen sind.

Um 21:30 Uhr wurde es ernst – unser Adrenalinspiegel stieg, als wir die vielen Zuschauer auf den Tribünen sahen. Zu mehr Aufregung blieb keine Zeit, denn unser Schaubild wurde bereits angesagt, der Vorhang ging auf und in der dunklen Halle waren nur zwei Spots auf unsere Friesen gerichtet ...

Schon da gab es tosenden Applaus, und als wir unsere Hengste frei laufen ließen, waren die Zuschauer nicht mehr zu bremsen. "Perlenpower" war einer der Höhepunkte der Show – und wir hatten Gänsehaut vor Rührung. Mit so einem Erfolg hatten wir wahrlich nicht gerechnet.

Aber wir hatten noch einen weiteren Star dabei – Henry. Dichtes Gedränge vor der Boxentür, streicheln, streicheln, streicheln und das Stakkato klackender Fotoapparate. Henry ist glücklicherweise noch nicht abgehoben ob des Starrummels um ihn.

Kurz entschlossen haben wir das Programm etwas abgeändert und zeigten den Welser Messebesuchern mal, was der FPZV so drauf hat: eine Familiensammlung vom Feinsten aus Mama-Papa-Kind bzw. Mama-Sohn-Geschwister. Das heißt, wir hatten die beiden Deckhengste und die Stute mit Fohlen gemeinsam im Vorführring!

So was hatten die Welser offenbar noch nie gesehen. Und immer wieder wurde der gute Charakter der Hengste bewundert – vor allem, als Klein-Henry mal kurz seinen Papa Wubbe besuchte ...

Nach drei Tagen Messe fuhren wir ziemlich ermüdet, aber sehr glücklich über diese gelungene Messe wieder nach Hause – ich glaube, bei vielen Pferde-Interessierten in Wels wurde das Friesen-Fieber entfacht ..."